zur Saison 2003/2004
zur Saison 2002/2003
SAISON 2001/2002 (1.LIGA)
Das kleine Derby
St.Pauli - Nürnberg
(2:3)
Bremen - St.Pauli (3:2)
  Nachschlag Amateur-Derby HSV-St.Pauli

Im nachhinein fragt mensch sich "Warum habe ich mir das angetan?" Die Saison der Profis war alles in allem schon schlimm genug und die beiden Spiele in der AOLA erst recht, und da muß ich mir als Nachschlag noch das Amateur-Derby an genau dieser Stätte des Grauens antun - und warum? Weil ich ernsthaft geglaubt habe, dass wir das Spiel gewinnen werden?! Vielleicht. Egal, es wurde nicht gewonnen und ich bin zu der Erkenntnis gekommen, wir werden wohl niemals ein Spiel in dieser Betonschüssel gewinnen. Über das Spiel gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. In der ersten Halbzeit waren unsere Jungs besser und trotzdem haben sie in der 44 Minute das 0:1 gefangen, oder besser gesagt, sie haben den HSV darum gebeten, den Ball ins Tor zu tragen. Es war der erste Angriff, der bis vor's Tor ging. Es standen eigentlich auch genügend St.Pauli-Spieler zur Abwehr bereit, allerdings standen sie nur und haben zugesehen, wie die H$V-er sich den Ball zugespielt und dann dankend die Einladung angenommen haben. In der zweiten Halbzeit gab es ziemlich schnell das zweite Tor und damit war das Spiel gelaufen. Zu den Vorkommnissen rund ums Spiel ist eigentlich im Forum schon genug geschrieben worden. Die erste Geschichte, in der St.Pauli-Fans zum HSV-Block gestürmt sind, habe ich nicht mitbekommen und werde mich dazu nicht äussern. Zu dem Zeitpunkt stand ich noch vor der Betonschüssel und hab auf die staugeplagten 42er gewartet und die Helden der vullscheeden Unterbüxen des Vortages bemitleidet, die sich mit Muskelkater und steifen Beinen zur Schüssel geschleppt haben ;-) Die zweite heiß diskutierte Sache habe ich auch nur am Rande mitbekommen. Auf einmal waren massig Ordner im Nebenblock und haben sich da alles andere als zurückhaltend präsentiert. Das Ordner verprügelt worden sind, habe ich nicht gesehen und da die Polizei zwar im Block anwesend war, aber nicht eingegriffen hat, wird es wohl auch nicht so schlimm gewesen sein. Alles in allem war die Stimmung gereizter als bei den großen Derbys und das auf beiden Seiten. Da ich ohnehin keine Freundin von, das ist jetzt untertrieben, "Spottgesängen" auf den Gegner bin, war ich auch vom Auftreten einiger unserer Fans genervt. Und wo bleibt jetzt das Positive?Ganz einfach, es hat sich einmal mehr bewahrheitet, dass wir nix in der Schüssel an der Müllverbrennung zu suchen haben, und es tröstet mich ungemein über den Abstieg der Profis hinweg, dass uns diese kalte, graue, parkhausähnliche Arena als Heimspielstätte der nächsten Saison erspart bleibt und der HSV seinen Rohbau ohne unsere Gelder zuende bauen muß. Ich freue mich jetzt auf eine fußballfreie Zeit, die WM werde ich gepflegt mißachten, und dann irgendwann, wahrscheinlich aber schon in ein, zwei Wochen, auf den Start der Saison 02/03 in unserem alten und maroden Millerntor mit hoffentlich erfrischenden Zweitligafußball. In diesem Sinne, eine schöne Sommerpause

watnu, 16.05.02

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  NÜRNBERG-RÜCKBLICK

Denk ich an Fußball krieg ich schlechte Laune. Was tun wir dagegen? Nicht zum F.C. St.Pauli gehen!
Dann doch wie üblich den Weg angetreten, die Jungs aus Reinbek angemacht, den Ordner am Eingang angerempelt. Die Stammplatzclique mit bösem Blick bedacht. Bier? Ja bitte.
Die Verkrampfung löst sich, und ich entspanne mich bei dem Gedanken an die Sommerpause.
Was gabs schon zu Feiern diese Saison? Bayern: allerdings legendär! Und sonst? Wir feiern uns selbst. Das ist das einzige was bei unserem Club noch funktioniert. Das hat mit Fußball nix zu tun, denn wir sind nur zum Saufen hier! André Trulsen Fußballgott geht. Eine Verabschiedung der traurigen Art. Dazu ist alles schon gesagt worden. Meggle danke für die gute Zeit. Marcel Rath danke für 2 Jahre Rasenmäher. Zum Spiel: Nur die Angst mit ner Klatsche abzutreten, ging mal eben noch gut. Zum Saisonende mal wieder die Schnauze voll, geht vorbei bis Mitte Juli.

olli, 13.05.2002

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  Bremen

Nach Überwindung größter privater Organisation ging es dann doch zum obligatorischen Auswärtsspiel der Saison. Ultraweise gewählt da die An- und Abreise nach Bremen kurzweil versprach. Naja die Anreise ging dann locker für Unterhaching weg, war aber den Spaß allemal wert. Morgens um 6 Uhr Treffen mit der "Breiten Masse" am S-Bahnhof Reinbek. Tatsächlich waren
Mottoklamotten angezeigt, sah dann doch eher wie Lederschlips aus. Einige hielten sich schon am Bier fest, ich wollte erstmal das 2. Frühstück am Haupbahnhof abwarten. In Neugraben gabs dann für fast alle Sitzplätze und
das erste Bier nahm seinen unvermeidbaren Weg. Fiese Rauchwaren verdarben die Kommunikation mit meinem Sitznachbarn, es dauerte fast bis Bremerhaven bis die Stimmung von Halluzination in Party überging. Bustransfer zum Hafen
den Kutter geentert und ab ging die eher schwarz als braun-weiss gewandtete Fracht gen Bremen. Gut gefüllt nahm der Kutter seinen Weg, das Becks floss in Strömen und der herausragende Stereoton der Anlage versorgte uns mit
stetig wiederkehrenden Schlagern, die sogar den ein oder anderen zum Tanz animierten. Wenn ich nicht am Platz war war ich aufm Sonnendeck. Hat tatsächlich für den einen oder anderen wärmenden Aufenthalt gereicht.
Sich Bremen nähernd wuchs der Chor zunehmend und die Bremer wunderten sich über Piratengesang der feinen Art. Lautstark wurde die Ankunft gefeiert.
Unter Schauerattacken gings Richtung Betonschüssel. Erstmal, logisch
Fischbrötchen zur Stärkung. Gabs eigentlich echtes Bier im Stadion? Zur Halbzeit von einer knappen Niederlage geträumt
und am Ende nicht enttäuscht gewesen. Von Ernüchterung kann keine Rede gewesen sein, denn es ging ab zum Bahnhofs-Iren, wo noch die letzten BVB und HSV Hools verjagt wurden. Die Rückfahrt war dann viel zu kurz, denn wir
kamen doch von sehr weit her, oder wie? Fazit: Hoffentlich verwechseln die Senilen nicht die meinige mit Demenz! Prost!

olli, 21.02.

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